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Sonntag, 7. Mai 2017

Chalkbag 2.0

Im März habe ich ein Chalkbag für Franci zum Geburtstag genäht. Schon damals stand fest, dass ich mir auch eins nähen werde. Natürlich hat das etwas länger gedauert als gedacht. Aber gestern ist das gute Stück endlich fertig geworden.
Ich habe dieses Mal nicht die Anleitung vom letzten Mal genommen, sondern selber ein bisschen rumgetüftelt. Beim Verschluss hatte ich zuerst mit einem Drehverschluss experimentiert, bin allerdings gescheitert. Nun ist es doch ein "ganz normaler" Gummizugverschluss geworden. Ein paar kleine Extras hat mein Beutelchen dennoch. Ein abknöpfbares kleines Portemonnaie, wie ich es auch bei Franci gemacht habe. Neu ist eine knöpfbare Schlaufe, an die Tape oder anderes gehängt werden können.
Auf dem Boden ist auch noch ein kleines Detail versteckt. Ich sticke wirklich nicht oft (was man am Ergebnis auch eindeutig sieht), bin aber zufrieden. Einige der Stiche fixieren den Innenstoff, damit das Gummiband nicht untenrum abhauen kann.

Freitag, 24. März 2017

Chalkbag

Letztes Jahr waren ein paar Freunde und ich das erste Mal mit Marie beim bouldern. Sie macht das schon eine ganze Weile und hat uns mit dem Virus infiziert. Mittlerweile sind wir mindestens einmal pro Monat in der Halle und versuchen uns an der Wand.
Im Februar haben Franci und ich uns Schuhe gekauft. Als dann Francis Geburtstag im März bevor stand, war klar, dass ich etwas passendes für unser neues Hobby nähe. Ein Chalkbag war das ideale Geschenk.
Die Anleitung fand ich im Internet.
Den Stoff wählte ich farblich passend zu ihren Schuhen. Außerdem habe ich ein kleines Portemonnaie dazu genäht, das mit Druckknöpfen befestigt wird.

Freitag, 3. Februar 2017

Nur nicht an der Grete verschlucken

Ich bin ein großer Freund von individuellen, möglichst selbstgewerkelten Geschenken. Weihnachten sieht man das bei mir immer und auch zu den Geburtstagen tobe ich mich mit Torten und Geschenken kreativ aus.
Petra hatte Mitte dieser Woche Geburtstag. Für sie habe ich keine Torte gemacht, das hat Janina übernommen. Ich habe mich um einen Teil des Geschenks gekümmert.
Da Petra die Shoppingtour letzten Frühling so gut gefallen hat, wollten wir ihr auch ein prall gefülltes Portemonnaie für einen Einkaufsbummel schenken. Ein neues Portemonnaie wäre auch nicht verkehrt.
Ich habe ein paar für sie passende Stoffe besorgt und nach dem Schnittmuster "Grete" von machwerk einen Geldbeutel mit umlaufenden Reißverschluss genäht. Petra mag das Meer und die Küste, also sollten es maritime Muster sein. Ich fand einen Stoff mit Muscheln und einen zweiten mit Anker, Fischen und Booten. Beide passen gut zusammen und lassen sich mit weiteren Stoffen kombinieren
Innen gibt es sechs Fächer für Karten, ein Reißverschluss fach und noch zwei abgetrennte Fächer. Es bietet also genug Platz für all die Dinge, die Frau so in ihrem Portemonnaie braucht.
Zu den beiden neu gekauften Stoffen mit den maritimen Mustern habe ich rote und blaue Ditte kombiniert, daher auch die Zier- und Steppnähte mit rotem Garn.

Die Anleitung ist wirklich gut. Da der Geldbeutel ein Geschenk ist und ich so etwas noch nie genäht habe, wollte ich eine lieber eine Anleitung benutzen. Zumal ich vor der Geburtstagsfeier nur einen Abend und einen freien Tag Zeit hatte dafür. Wäre da etwas schief gegangen, hätten wir womöglich ohne Geschenk dagestanden.
So ganz nach Plan verlief es dennoch nicht.
Montagabend habe ich die Stoffe und die Bügeleinlage zugeschnitten. Die Vlieseline wollte ich schon mal aufbügeln, damit ich am nächsten Tag direkt starten kann. Also das Bügeleisen geschnappt und losgebügelt. Nunja, ich wunderte mich, warum die Einlage nicht so recht kleben wollte. Doch dann dämmerte mir, dass ich ja auch noch Soluvlies im Schrank hatte. Das war also gar keine Vlieseline unter meinem Bügeleisen und kann gar nicht kleben.
Am nächsten Vormittag unternahm ich also noch einmal einen kleinen Spaziergang zum Stoffladen, weil ich natürlich keine normale Vlieseline mehr im Schrank hatte...

Freitag, 13. Januar 2017

Recycling^2

Weiter geht es mit den Weihnachtsgeschenken 2016. Bei den beiden Projekten handelt es sich um Resteverwertung.
Als erstes wären da die Kissenbezüge, die ich für Franci und für meine Schwester genäht habe. Als ich Maiki im Oktober besucht habe, bin ich mit meiner Nähmaschine angereist um ihre Gardinen zu kürzen. Aus einfachem Kürzen wurde dann senkrecht halbieren, einen schmalen Schal für die Stelle mit den Heizungsrohren, die anderen nur bis zum Fensterbrett...
Nunja, ich war ne Weile beschäftigt. Sie hat weiße und petrolfarbene Schals von Ikea, die waren teilweise alles andere als rechtwinklig zugeschnitten. Die Reste habe ich dann natürlich mitgenommen.
Franci hat in ihrem Wohnzimmer ebenfalls die Farben grau und petrol, genau wie meine Schwester. Bei ihr habe ich auch schon die kleinen 35x35 cm Ikeakissen gesehen, ohne Bezug. Wir haben bei uns graue Gardinen, die ich dann im November endlich mal gekürzt habe. Aus den petrolfarbenen Resten von Maiki und unseren Resten habe ich für die beiden Kissenbezüge genäht. Dabei habe ich für die Voderseite 2x grau und 2x petrol aufeinander gelegt und alle Lagen schräg durchgeschnitten. Die Teile habe ich dann jeweils abwechselnd zusammen genäht und alles so sortiert, dass jeweils ein Bezug gespiegelt ist.
Auf dem grauen bzw dem petrolfarbenen Teil habe ich dann teilweise noch eine Ziernaht gesteppt. Graues Garn hatte ich noch genug, das petrolfarbene hat wirklich auf den cm gereicht (für den Unterfaden habe ich schon einen etwas abweichenden Farbton genommen).

Auf dem grauen bzw dem petrolfarbenen Teil habe ich dann teilweise noch eine Ziernaht gesteppt. Graues Garn hatte ich noch genug, das petrolfarbene hat wirklich auf den cm gereicht (für den Unterfaden habe ich schon einen etwas abweichenden Farbton genommen).

Mein zweites Projekt hatte ich schon vor langer Zeit angefangen vorzubereiten. Bereits 2007 hatte ich schon mal eine Tasche aus leeren Caprisonnen genäht und verschenkt. Irgendwann fing ich wieder an, die Caprisonnen auszuwaschen und aufzuheben. Über etliche Jahre habe ich dann einige angesammelt, unter anderem Sondereditionen mit Minions und Superhelden.
Letztes Jahr war es dann endlich so weit. Die Mädels sollten alle eine Caprisonnentasche von mir bekommen!
Als erstes habe ich alle Verpackungen sortiert um zu sehen, wie viel ich von jeder Sorte hatte. Geplant hatte ich vier Taschen für meine Freundinnen und eine für mich. Pro Tasche benötige ich 21 Packungen. Ich machte mir eine Skizze, wie ich die Motive aufteilen wollte und dann ging es los.
Nach der Arbeit habe ich die einzelnen Seiten, den Boden und den Deckel zusammengenäht. Dafür habe ich die Caprisonnen Stoß auf Stoß aneinander gelegt und mit einem breiten Zickzackstich zusammen genäht. In den Ferien ging es dann weiter mit dem Futter. Es gibt eine kleine Innentasche aus Piratenstoff. Den Deckel habe ich auch mit schwarzer Baumwolle gefüttert. Dabei habe ich die Clips benutzt, die ich von Kathrin zum Geburtstag bekommen habe. Die waren an dieser Stelle wirklich sehr praktisch. Für den verstellbaren Riemen habe ich schwarzes Gurtband benutzt. Geschlossen wird sie mit drei Snaps.


Meine Tasche habe ich noch nicht angefangen (jaja, der Schuster hat die schlechtesten Schuhe...). Da aber Petras Sohn die Taschen auch total gut fand und er auch eine möchte, kann ich dann seine und meine Tasche zusammen nähen.

Freitag, 6. Januar 2017

Eiffelturmlibellen

Eigentlich wollte ich diesen Blogeintrag schon Dienstag schreiben.
Eigentlich hatte ich beschlossen, dass sich diese Magen-Darmgeschichte, die mich durch das letzte Jahr begleitet hat, 2017 erledigt hat.
Und dann lag ich am Dienstag doch wieder mit Krämpfen auf dem Sofa. Es wurde so schlimm wie noch nie, so dass ich diese Woche spontan "Urlaub" im Krankenhaus gemacht habe. Dort wurde ich ordentlich auf den Kopf gestellt, in einer Woche habe ich noch ein Gespräch aber vorerst ist alles wieder gut.
Immerhin habe ich noch dieses Wochenende, um ein bisschen was von dem nachzuholen, was ich in der letzten Woche verpasst habe. Zum Beispiel das vorstellen der diesjährigen Weichnachtwerkeleien.
Für meine Mama und meine Schwester habe ich Taschen genäht. Den Stoff habe ich beim Sommerurlaub mit meiner Schwester in Paris gekauft. Sowohl meine Schwester als auch meine Mutter haben in den Libellen Eiffeltürme gesehen. :)

Gefüttert habe ich beide mit einfacher schwarzer Baumwolle, da hatte ich noch ein fast passendes Reststück. Nur bei Mamas Beutel musste ich etwas stückeln. Die Naht habe ich aber einfach hinter einem Webband versteckt, dass ich im Adventskalender von Marie hatte. Innen habe ich alles schwarz rot gestaltet und keine sichtbaren Nähte gelassen, so dass sie den Beutel auch wenden kann. Eine kleine Innen- bzw Außentasche gibt es auch.

Dienstag, 25. Oktober 2016

Maxime der Buchlinge

Lesen 
ist eine 
intelligente Methode
sich selber das
Denken zu ersparen.

Das ist der Spruch, den Marie auf ihren Buchbeutel haben wollte. Wir erinnern uns, ich habe ihr zum Geburtstag einen Buchbeutel genäht, bei dem noch der Aufdruck fehlte. Das hatte ich damals nicht geschafft.
Die Motive hatte ich passend für den Beutel vergrößert und mit Kopierpapier und Häkelnadel übertragen. Dann ging es ans Malen. Eine Schablone wäre bei den Motiven nicht möglich gewesen. Die Vorderseite habe ich bunt gestaltet, die Rückseite nur mit weißer Stoffmalfarbe gemalt.

Als ich mit der Vorderseite fertig war, habe ich Marie ein Foto geschickt. Sie meinte dann, jetzt bräuchte sie eine Schutzhülle für den Buchbeutel.

Montag, 17. Oktober 2016

Farbästhetik

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die dann doch mehr Zeit in Anspruch nehmen als gedacht. Für die Schule wollte ich in den Herbstferien Filzkörbe für die Gruppentische nähen. Das geht eigentlich recht schnell.
Quadrat ausschneiden, 10cm von der Ecke entfernt senkrecht eine 10cm lange Linie aufzeichnen, an der Ecke zusammenfalten, die Naht nähen, die überstehende Ecke abschneiden und fertig.
Allerdings war mein Filz ziemlich dick. Das hat mich einige Nadeln gekostet, denn beim rückwärtsnähen hat sich die Nadel schnell verbogen und ist an der Stichplatte hängen geblieben. Mir sind so um die 6 Nadeln abgebrochen :/
Nichtsdestotrotz habe ich die Körbchen fertig genäht. So schön sortiert gibt das ein ansehnliches Bild ab wie ich finde. Das hat mich dann auch wieder über die gebrochenen Nadeln hinweg getröstet. *lach*

Dienstag, 19. Juli 2016

Das grüne Klebemonster

Wir kennen das sicher alle, die kleinen Monster, die einem das Leben als Nähtante schwer machen wollen. Ellenlange To Sew Listen, die nur schleppend abgearbeitet werden. Liegengebliebene Reparier- oder Änderungsstapel, die einfach nicht verschwinden wollen. UnFertigeObjekte, kurz UFOs, die im Schrank oder eine Kiste versauern.
Nicht zu vergessen die kleinen Stoff-Monster, die uns beim Nähen den letzten Nerv rauben wollen. Allen voran Satin, der schwule Bruder von Satan. Rutschig und flutschig verzieht er sich gern unter der Nähmaschine. Bei zu dicken oder stumpfen Nadeln ist er beleidigt und lässt unschöne Laufmaschen entstehen. Dann ein naher Verwandter von ihm, Chiffon, der mit seinem traumhaft weichen Fall und zarter Transparenz lockt. Beim Nähen aber kaum Markierungen zulässt und noch schneller als Satin davonflutscht. Oh und da gibt es ja noch Jersey, die zickige Diva. Spezielle Nadeln, spezieller Fü?chendruck und am liebsten eigentlich eine ganz eigene Maschine, die Overlock. Mit der versteht sie sich super, aber auch nur wenn beide keine Zicken-Phase haben.

Mein letzter Kontakt mit einem Stoffmonsterchen kam bei der Bearbeitung meiner To Sew Liste. Für meinen Papa hatte ich bereits in eine Fleecejacke zwei Innentaschen genäht, also konnte ich mich jetzt der Waschtasche widmen, die ich meiner Mama versprochen hatte. Stand auch schon ewig auf der Liste...
Wir hatten vor einiger Zeit Kriterien festgelegt und Stoff ausgesucht. Die Kriterien fingen ganz einfach an (mein Lockenstab soll rein passen) und wurden dann immer konkreter und tüfteliger (ein paar Fächer ja, vorn so eine Reisverschlusstasche wäre gut, zum Aufklappen ist schön, und wenn man sie aufhängen kann, das wäre toll). Ich habe am Mittwoch den Schnitt ausgetüftelt und dann den bestellten Stoff aus dem Schrank geholt. Grünes Wachstuch mit weißen Sternen, hallo kleines Monsterchen!
Warum auch Wachstuch zu den Monstern gehört? Es klebt, überall. Am Fuß der Maschine, am Plastikgehäuse der Maschine, ja sogar an meinem Schneiderlineal ist es zwischendurch kleben geblieben. Noch dazu ist es auch etwas anspruchsvoller in der Verarbeitung: Den Nähfuß sollte man schon gegen einen Teflonfuß oder einen Rollenfuß austauschen, einmal genäht ist für die Ewigkeit, Auftrennen ist nicht, da bleiben die Stichlöcher schön sichtbar zurück. Aus diesem Grund sollte man auch Stecknadeln spärlich einsetzen (Ich habe teilweise nur auf der Nahtzugabe gesteckt. Bei einigen Stellen (Reißverschluss) ließ es sich aber nicht vermeiden.)
Nachdem ich am ersten Tag die "Inneneinrichtung" fertig genäht hatte, widmete ich mich am zweiten Tag der kleinen Reißverschlusstasche an der Außenseite. Das war ein Kampf! Innen lief alles wirklich gut, kaum ausgelassene Stiche und unter dem Teflonfuß rutschte alles fröhlich vor sich hin, so wie es sollte. Tja, leider lag nun nicht immer die Gewebeseite unten auf der Nähmaschine. Das Klebemonster schlug zu und hielt sich an der Maschine fest, wo es nur konnte. So musste ich beim Reißverschluss doch zwei Mal über die Naht gehen. Das hat mir für diesen Tag dann auch erst mal gereicht. Am nächsten wollte ich den Rest erledigen, viel war es ja nicht mehr. So habe ich am Sonntag, bevor ich zu meinen Eltern gefahren bin, den Verschluss und die Träger angenäht, Innen- und Außenseite zusammengenäht, alles gewendet und die Wendeöffnung geschlossen. Am Ende ist es wirklich eine ganz passable Waschtasche geworden.



Hinhängen kann man sie auch. :) Hier entspricht die Farbe auch mehr der Realität und man erkennt außen die Reißverschlusstasche, die mich einige Nerven gekostet hat.

Montag, 13. Juni 2016

Testbild

Kurz vor den Sommerferien ist ja immer eine Menge zu tun. Ich will gar nicht zusammen rechnen, wie lange ich letzte Woche in der Schule war. Neben der Arbeit stehen auch noch tausend andere Sachen am Wochenende an. Eigentlich schöne Dinge wie Geburtstage,eine Hochzeit und nicht zu vergessen das Muse Konzert am 03.06. in Berlin. Das war sooo toll.


Kurz vor dem Konzert habe ich mich allerdings sehr nach meinem Sofa gesehnt.
Nachdem wir gestern Mittag von der Hochzeit zurück waren, habe ich erst eine Weile in der Küche verbracht, um Maries Geburtstagskuchen vorzubereiten. Heute nach der Schule musste er dann nur noch verziert werden, dazu aber im nächsten Post mehr.
Nach dem Backen habe ich mich noch schnell an die Nähmaschine gesetzt, um ein Geschenk für sie zu nähen. Sie fand Caros Buchbeutel den ich Weihnachten genäht hatte so toll und hat sich auch schon ein Motiv ausgesucht. Den Beutel habe ich gestern noch geschafft, aber das Bemalen wurde auf später verschoben. So hat sie heute nur den Beutel mit Bildstörung bekommen.


Dienstag, 1. März 2016

Korsett 1 von 4: Lila Schmetterling

Florians Geburtstagsfeier ist vorbei und nun gibt es, wie versprochen, Bilder von den Ergebnissen. Für mich war das neben der Arbeit ein wirklicher Näh-Marathon. Im Januar war ich mit Maries Korsett beschäftigt. Eine passende Tasche hatte sie schon zu Weihnachten bekommen. An den Stoff erinnert sich vielleicht der ein oder andere, der mich aus dem Natron und Soda Forum kennt. Für mich gab es den damals allerdings nicht in violett, sondern in blau.

Marie trägt unter dem Korsett übrigens das gleiche Kleid, was sie auch zu der Hochzeit im Sommer 2014 unter dem schwarz-grünen Korsett getragen hat. :)

Als wir unsere Outfits geplant haben, musste ich sofort an diesen Stoff für Marie denken. Bei diesem Stoff dauert das Anzeichnen immer etwas länger, da ich auf den Musterverlauf achte. Ich markiere mir an den Schnittmusterteilen, wo ein Schmetterling anfängt oder aufhört und kann so ziemlich gut das Muster an den Nähten treffen. Natürlich gelingt es nicht immer zu 100%, aber der Mensch ist eben kein Quader und hat Rundungen, die bedacht werden müssen.
Mit dem Ergebnis bin ich wirklich sehr zufrieden, obwohl es beim Nähen immer wieder Schwierigkeiten gab. Ich habe unter anderem das Futterkorsett falsch angenäht, die linke Seite an die rechte Seite Oberstoff. Prinzipiell sind die gleich, aber bei diesem Korsett habe ich für das innen sichtbare Stoff einen schwarzen Stoff mit Totenkopfmuster genommen. Da wäre es wirklich schade gewesen, wenn man den nicht sieht.
Hinten wird es mit weißem Satinband geschnürt, passend zum weißen Schrägband und den silbernen Ösen. Das Schrägband habe ich innen wieder von Hand angenäht. So sieht man außen auch keine Naht. Nachdem ich das bei vier Korsetts gemacht hatte, war auch wieder ordentlich Hornhaut an meinem rechten Mittelfinger. XD

Donnerstag, 18. Februar 2016

Metal - Hip Hop - Gothic

Durch meinen eigenen Musikgeschmack und meinen Freundeskreis zieht sich ein ziemlicher Genre-Mix. Ich bin eher auf der dunklen Seite zu Hause. Aber auch viel Filmmusik, klassische Musik und Alternatives Zeug finden sich in meinem Plattenregal wieder. Meine Schwester hört weitestgehend Hip Hop, meine Freunde viel Metal, Gothic und Rock.
Diese Unterschiede finden sich auch in meinen Weihnachtsgeschenken wieder. Für Girelli habe ich ein Nähset für unterwegs genäht. Er hat sich von mir zeigen lassen, wie man näht und im Sommer 2014 seine Kutte mit Patches versehen. Natürlich werden auf den Festivals immer wieder neue gekauft und teilweise auch gleich aufgenäht. Dazu muss man aber Nadel und Faden dabei haben. ;)


Das Logo seiner Lieblingsband habe ich mit Stoffmalfarbe aufgedruckt. War eine ziemlich fummelige Schablonenschnippelei, aber es hat sich gelohnt.
Für meine Schwester habe ich einen von diesen Zuziehbeuteln genäht, die gerade total in sind. Ich erinnere mich, dass mein Turnbeutel früher auch so war. Ich hätte nie gedacht, ein Revival dieser Beutel mitzuerleben. :D Das Motiv hatte ich ihr schon mal auf zwei Shirts gedruckt. Ist ein Insider, der in ihrem Freundeskreis entstanden ist. Für Caro habe ich einen Buchbeutel genäht. Sie liest viel und Bücher müssen anständig transportiert werden. Das Motiv hat sie sich als Tattoo stechen lassen.

Freitag, 2. Mai 2014

Mal wieder 'ne Tasche

Ja, irgendwie sind es in letzter Zeit hauptsächlich Taschen, die ich nähe. Während ich meiner Kollegin, die auch mit dem nähen angefangen hat, bei ihrem ersten Kleid helfe, nähe ich an der Tasche für Caro. Die alte Tasche habe ich zerpflückt und den Schriftzug, ein an der Lasche aufgestepptes Webband und die Metallteile vom Riemen wieder verwendet. Die neue Tasche ist ihr Geburtstagsgeschenk. Genäht habe ich sie aus Stoff, den mir mein ehemaliger Mitbewohner mal mitgebracht hat. Stabilisiert ist die Tasche mit einer Lage Fleece. 
Innen gibt es einen Karabinerhaken sowie an den langen Seiten noch extra Taschen. Die große kann mit Klett geschlossen werden, die beiden kleinen sind einfache Einstecktaschen.
Obwohl Caro schon Geburtstag hatte, will sie die Geschenke erst zur Feier am 21.06. bekommen. So lange wird die Tasche noch bei mir stehen. Immerhin handelt es sich damit ausnahmsweise mal nicht um ein Projekt auf den letzten Drücker. ;)

Mittwoch, 9. April 2014

Geburtshilfe

Heute habe ich die Saunatasche für meine Mama genäht. Warum mich das ganze gegen Ende an eine (Trocken-)Geburt erinnert, kann man vielleicht auf diesem Bild erkennen:
Unter uns: eine zwei bis drei Zentimeter größere Wendeöffnung hätte das ganze auch wieder etwas einfacher gemacht. Aber funktioniert hat es auch so. 

Bevor ich euch aber die Saunatasche zeige, gibt es eine kleine Vorgeschichte. 
Ich habe an meiner Schule bereits zwei Kolleginnen mit dem Nähvirus angesteckt, hauptsächlich werden Taschen genäht. Meine Kollegin tut dies gern und oft und benutzt sie in der Schule, um zum korrigieren eingesammelte Hefte zu transportieren. Das fand ich auch äußerst praktisch und beschloss, "mir vielleicht heute nachmittag auch mal so eine Tasche zu nähen". Mit acht Jahren Näherfahrung ist das auch an einem Nachmittag möglich, meine Kollegin war trotzdem ein bisschen entrüstet, als ich am nächsten Tag wirklich mit meiner Tasche in die Schule kam. 
Den Stoff habe ich schon vor Ewigkeiten mal zusammen mit Coco bestellt. Es sind immer noch mehrere Meter übrig. Gefüttert ist sie mit einem schwarzen Stoff aus meinem Fundus, verstärkt mit einfachem Fleecestoff, weil ich kein Volumenvlies da hatte. Auf dem überbelichteten Bild erkennt man zumindest, wie ich Futter und Fleece abgesteppt habe: an den Seitenwänden schräg drumherum, die am Boden ankommenden Nähte über den Boden hinweg verbunden. Die Kante habe ich mit Schrägband aus dem Futterstoff eingefasst. Was ich nicht fotografiert habe: Die ganz einfache aufgesetzte Tasche auf der anderen langen Seite, in die ich mein Handy und/oder ein paar Stifte stecken kann.

Meine Mama hat die Tasche bei ihrem letzten Besuch gesehen. Sie fand die ziemlich toll und wollte gerne auch so eine haben. Nur ein bisschen größer, damit die Sachen für die Sauna reinpassen. Und eigentlich wäre es ja nicht schlecht, wenn die innen irgendwie Wasserabweisend wäre, also Wachstuch oder so...
Bei Tedox habe ich grünes Wachstuch gefunden, das zum Stoff passt. Da das relativ standfest ist, habe ich nur die Träger mit Fleece verstärkt, damit es sich angenehm trägt. (Das habe ich bei meiner Tasche nicht gemacht, hätte ich aber lieber mal tun sollen....) 

Außerdem hat sie noch eine Innentasche mit Reißverschluss bekommen. Da können dann wichtige Sachen wie Portemonaie oder Handy verstaut werden. Den Besatz für den Reißverschluss habe ich gleich zum Taschenbeutel verarbeitet. Das hat wirklich gut funktioniert.
Jetzt muss ich nur noch bis Ostern warten, dann besuche ich meine Eltern und kann sie mit nach Hause nehmen. Ob ich die bei der Größe wohl irgendwo versteckt bekomme?

Donnerstag, 3. April 2014

Sauna- Äääh, Arbeits-Tasche

Heute ist der erste Ferientag. Nachdem ich mein Nähzimmer aufgeräumt hatte, rief ich meine Mutter an. Ich wollte ihr eine Tasche für die Sauna nähen. Also schön groß für Handtuch und Co. Wir besprachen ein paar Details und ich wollte mich gleich an die Nähmaschine setzen und das Projekt in Angriff nehmen. Sie erinnerte mich dann aber noch an die Arbeitstasche von Papa, die schon seit Ewigkeiten bei mir rumliegt und auf eine Erneuerung wartet. Also habe ich mich erstmal dieser Tasche gewidmet. Fast vier Jahre hat die alte gehalten. Er hat sie aber auch nahezu tagtäglich benutzt. Nun sollte ein neues Modell aus stabilerem Stoff entstehen. Dass das nicht einfach wird, wusste ich. Aber nach etlichen Probenähten, ein wenig fluchen, gerissenen Fäden, Geduld und Fummelei beim Wenden, habe ich es geschafft!


Hier stehen neue und alte Tasche nebeneinander. Vom Prinzip her der gleiche Aufbau, nur ein paar kleinere Änderungen gab es. Die Gummibänder über den schmalen Fächern vorn habe ich weggelassen. Den PVC-Stoff am oberen Rand umzunähen hätte mich wahrscheinlich in den Wahnsinn getrieben. Deshalb habe ich Köperband zum Einfassen genommen. Die Gürtelschlaufen sind ebenfalls aus Köperband. 
Ich hoffe, diese Tasche passt wieder so gut wie die alte und hält noch ein bisschen länger :)
Hier erkennt man die Fächer noch etwas besser. Das große Fach vorne habe ich mit Stoff gemacht. Das auch aus dem PVC-Stoff zu machen, hätte alles noch komplizierter gemacht.
Am Samstag fahre ich nach Hause und nehme sie gleich mit. 

Montag, 30. Juli 2012

Festival-Paranoia

Bald geht es auf das einzige Festival für dieses Jahr, mein Geldbeutel und auch mein Zeitkonto gaben kein anderes her. Daher freue ich mich sehr auf mein erstes M'era Luna. :)
Bisher war ich nur auf dem WGT, Zita Rock und RockHarz und dort dann auch immer als Hotel- oder Heimschläfer. Beim M'era Luna werde ich zum ersten Mal auf einem Festival zelten. Da muss man natürlich vorbereitet sein und eine Sache war mir ganz besonders wichtig: Meine wichtigsten Papiere und Geld immer am Körper haben, damit ich die nicht verschludern kann. 
Für Benes Schwester und für Bianca habe ich schon flache Bauchtaschen für Festivals genäht. Praktisch, da man sie unter den Klamotten am Körper tragen kann und so die Kontrolle über die wichtigsten Dinge hat. 
Jetzt habe ich eine für mich und eine für Marie genäht. Sie hatte im Juni Geburtstag und da wir gemeinsam zum Festival fahren bot sich diese Tasche direkt an. 
Die Verarbeitung unterscheidet sich etwas von den vergangenen Modellen. Ich wusste einfach nicht mehr genau, wie ich die Taschen genäht habe. Jetzt sind die beiden Innentaschen auf der Rückseite. Auch die Ziernähte habe ich dieses Mal anders gesetzt. Ich mag die Optik von dem doppelt abgesteppten Reißverschluss sehr, das habe ich bei den kleinen Portemonaies wieder aufgegriffen. Der Zierstich ist sowohl bei Marie als auch bei mir der gleiche, nur die Farben unterscheiden sich. Maries Tasche hat zusätzlich noch eine Buchtsabenstickerei bekommen. Ich hoffe, sie gefällt ihr.
Den Praxistest erfahren die Taschen dann am 11. und 12. August.

Dienstag, 19. Juli 2011

Schon wieder ne Tasche!

Dieses Mal gibt es ein aktuell entstandenes Projekt. Schon wieder eine Tasche.
Mein Mitbewohner hat mir Kurdenstoff mitgebracht. Als Dankeschön bekommt er eine Tasche. Vor einiger Zeit haben wir uns zusammen gesetzt und eine Skizze gemacht. Nachdem ich meine Masterarbeit abgegeben habe, bin ich gestern und heute zum Nähen gekommen. Innen hat sie ein Einsteckfach für eine Flasche Bier und mehrere Gummisteckfächer. Mein Mitbewohner wollte unter anderem eins für seine Zahnbürste.


Der Riemen ist durch D-Ringe verstellbar. Hinten gibt es noch zwei weitere D-Ringe, die mit kleinen Karabinern am Gürtel/an der Hose befestigt werden. Hier sieht man das noch mal.