Sonntag, 19. Februar 2017

Glutenfrei unterwegs

Ich bin sehr froh, dass mittlerweile einige Restaurants und Lieferdienste immer allergikerfreundlicher werden. Hier in Braunschweig gibt es mehrere Möglichkeiten, in der Stadt etwas glutenfreies zu finden.
Im Restaurant Parco kann man alle Pizzen mit glutenfreiem Teig bestellen. Man kann dort essen, sie liefern aber auch nach Hause. Glutenfreie Pizza gibt es außerdem noch im Vapiano. Die Kette hat letzten Sommer ihr Sortiment erweitert, viele Gerichte sind glutenfrei möglich (auch Pasta!). Einen ausführlichen Bericht gibt es hier.
Ich habe hier in Braunschweig die Parco-Pizza getestet und in Berlin im Vapiano eine Pizza gegessen. Beide haben mir gut geschmeckt. Der Teig ist etwas trockener, aber frische Zutaten machen das wieder wett. Gerade im Parco sind die Pizzen sehr reichlich belegt.
Parco
Vapiano
Pizza, Pasta und Reisgerichte sind aber nicht jedermanns Sache. Wer lieber Burger essen will, der kann in Braunschweig ins Play Off gehen. Dort können alle Burger mit glutenfreiem Brötchen bestellt werden.
Auch das habe ich bereits zwei mal getestet und bin wirklich begeistert. Anfangs war ich etwas skeptisch, aber geschmacklich waren die Burger top. Die Pommes werden allerdings in der gleichen Friteuse gemacht, in der auch die Nuggets und andere bemehlte oder panierte Sachen zubereitet werden. Man kann sie einfach weglassen und die Portion Krautsalat vergrößern lassen. Für einen Aufpreis kann man auch einen Salat (1 Euro) oder eine Ofenkartoffel (1,50 Euro) dazu bestellen. Das habe ich allerdings noch nicht gemacht. Der Burger und Krautsalat haben mir völlig gereicht.

Dienstag, 14. Februar 2017

Zeitmanagement

Nähen zählt wirklich zu meinen Leidenschaften. Die Zeit dafür nehme ich mir manchmal zu selten. Lange Arbeitstage und stressige Wochen lassen mich nach Feierabend oft erschöpft aufs Sofa sinken. Das Aufraffen fällt mir manchmal schwer, obwohl ich immer sehr glücklich und zufrieden bin, wenn ich dann doch was genäht habe.
Neben dem "erst mal anfangen-Problem" habe ich noch eine...naja... Macke. Ich nähe wirklich viel für andere aber selten für mich. Das ist, wenn man meine eigentliche Motivation bedenkt, sehr skurril. Eigentlich habe ich das Nähen angefangen, um endlich passende Kleidung zu haben. Nunja, die habe ich mittlerweile auch. Es befinden sich einige selbstgenähte Stücke in meinem Kleiderschrank. Aber in meinem Kopf schwirren noch sooooo viele Ideen rum, die ich für mich verwirklichen will.
Dieses Jahr möchte ich wieder mehr für mich nähen. Damit habe ich nach Petras Portemonnaie auch angefangen. Der Vorsatz allein reicht allerdings nicht aus, bei der Umsetzung brauche ich Unterstützung. 2010 hatte ich das Projekt 12-12, jeden Monat ein Teil für mich. Das schaffe ich so in der Umsetzung nicht nochmal. Ich möchte generell einen besseren Überblick haben, wann ich an was genäht habe. Außerdem will ich nicht nur mehr für mich nähen, sondern mir generell häufiger die Zeit dafür nehmen.
Unterstützen wird mich dabei der Nähkalender, den ich bei Schneiderherz entdeckt habe. Den Kalender habe ich nicht nur für mich, sondern auch für meine Nähfreunde ausgedruckt und zu Weihnachten verschenkt. Cocos und Jules Kalender habe ich in den Stoff aus Paris eingewickelt. Letztes Wochenende haben wir uns getroffen und ich konnte die Kalender endlich übergeben.
Zwischenfazit: im Januar habe ich nicht für mich genäht, im Februar allerdings schon zwei Röcke für Marie und zeitgleich zwei Röcke für mich. Bei meinem muss ich allerdings noch eine klene Änderung vornehmen und alle Röcke sind noch nicht fotografiert.Die Nähideen muss ich unbedingt zu Papier bringen. Ein weiteres Projekt für mich liegt aber auch schon bereit.

Übrigens, auch für den Sport habe ich mir eine Übersicht angelegt. Auf 2 Seiten finden sich jeweils 6 Monate, in die ich einfach das Datum eintrage, wann ich Sport gemacht habe. So bleibe ich auch da eher am Ball und die Routine stellt sich wieder besser ein.

Freitag, 3. Februar 2017

Nur nicht an der Grete verschlucken

Ich bin ein großer Freund von individuellen, möglichst selbstgewerkelten Geschenken. Weihnachten sieht man das bei mir immer und auch zu den Geburtstagen tobe ich mich mit Torten und Geschenken kreativ aus.
Petra hatte Mitte dieser Woche Geburtstag. Für sie habe ich keine Torte gemacht, das hat Janina übernommen. Ich habe mich um einen Teil des Geschenks gekümmert.
Da Petra die Shoppingtour letzten Frühling so gut gefallen hat, wollten wir ihr auch ein prall gefülltes Portemonnaie für einen Einkaufsbummel schenken. Ein neues Portemonnaie wäre auch nicht verkehrt.
Ich habe ein paar für sie passende Stoffe besorgt und nach dem Schnittmuster "Grete" von machwerk einen Geldbeutel mit umlaufenden Reißverschluss genäht. Petra mag das Meer und die Küste, also sollten es maritime Muster sein. Ich fand einen Stoff mit Muscheln und einen zweiten mit Anker, Fischen und Booten. Beide passen gut zusammen und lassen sich mit weiteren Stoffen kombinieren
Innen gibt es sechs Fächer für Karten, ein Reißverschluss fach und noch zwei abgetrennte Fächer. Es bietet also genug Platz für all die Dinge, die Frau so in ihrem Portemonnaie braucht.
Zu den beiden neu gekauften Stoffen mit den maritimen Mustern habe ich rote und blaue Ditte kombiniert, daher auch die Zier- und Steppnähte mit rotem Garn.

Die Anleitung ist wirklich gut. Da der Geldbeutel ein Geschenk ist und ich so etwas noch nie genäht habe, wollte ich eine lieber eine Anleitung benutzen. Zumal ich vor der Geburtstagsfeier nur einen Abend und einen freien Tag Zeit hatte dafür. Wäre da etwas schief gegangen, hätten wir womöglich ohne Geschenk dagestanden.
So ganz nach Plan verlief es dennoch nicht.
Montagabend habe ich die Stoffe und die Bügeleinlage zugeschnitten. Die Vlieseline wollte ich schon mal aufbügeln, damit ich am nächsten Tag direkt starten kann. Also das Bügeleisen geschnappt und losgebügelt. Nunja, ich wunderte mich, warum die Einlage nicht so recht kleben wollte. Doch dann dämmerte mir, dass ich ja auch noch Soluvlies im Schrank hatte. Das war also gar keine Vlieseline unter meinem Bügeleisen und kann gar nicht kleben.
Am nächsten Vormittag unternahm ich also noch einmal einen kleinen Spaziergang zum Stoffladen, weil ich natürlich keine normale Vlieseline mehr im Schrank hatte...

Mittwoch, 1. Februar 2017

Reispfanne frei Schnauze

Montag und Dienstag hatte ich frei. Nach der anstrengenden Woche war das verlängerte Wochenende wirklich super. Sonntag waren wir bei Powerwolf in Hannover, das hat so viel Spaß gemacht.
Montag habe ich nach dem Frühstück (Joghurt und glutenfreies Müsli) erstmal Marie zum Arzt gefahren und war danach ausgiebig beim Sport. Anschließend habe ich noch etwas Gemüse eingekauft und dann auf meine ganz spezielle Art etwas gekocht.
Während der Naturreis vor sich hin köchelte habe ich Möhren, Fenchel, eine Aubergine, zwei Tomaten, Pilze und ein paar getrocknete Tomaten geschnippelt und in etwas Öl angebraten. Den gekochten Reis habe ich dann noch dazu gegeben und zwei Eier reingeschlagen. Noch ein paar Gewürze und fertig war das Essen. Dazu gab es eine Scheibe Zucchinibrot.

Zum Abendbrot gab es für mich Reiswaffeln und glutenfreies Knäckebrot mit verschiedenen Aufstrichen, Käse und Tomaten.
Als mein Freund und ich dann abends auf dem Sofa Serie geschaut haben, hatte ich Lust auf was zum Knabbern. Bei Kaufland hatte ich ein paar glutenfreie Kekse mitgenommen, auf den Geschmack war ich gespannt.
Die Marke kannte ich noch gar nicht
Sie schmecken wirklich gut und zum Naschen zwischendurch sind sie sehr gut geeignet. Ebenfalls als schmackhafte Knabberleckereien habe ich Gemüsechips bei Rewe entdeckt. Pastinaken, Süßkartoffeln und Rote Bete mit Kräutern, Meersalz oder Paprika. Allmählich kommt wirklich etwas Routine in mein Essverhalten und ich finde verschiedene Möglichkeiten.

Sonntag, 29. Januar 2017

Zucchinibrot und Care Paket

Woche 2 glutenfrei geht zu Ende. Insgesamt war diese Woche essenstechnisch nicht so super, das lag aber an der Arbeit. Ich hatte eine 60-Stunden Woche, da leidet die Ernährung so oder so, ob glutenfrei oder nicht. Hinzu kam ein fetter Schnupfen, die Nebenhöhlen waren komplett zu und Kopfschmerzen standen mit auf dem Programm.
Von Freitag auf Samstag habe ich 15 Stunden geschlafen und damit die Erkältung besiegt :D
Samstag haben wir dann eine Einkaufstour zu Kaufland gemacht. Ich wollte für unseren Spieleabend noch einmal die Apfelrosen mit dem frischen Blätterteig machen, nachdem mir die Tiefkühlvariante nicht so gut gelungen ist.
Erstmal wollte ich mich aber meinem Brot-Problem widmen. Glutenfreie Produkte sind zwar mittlerweile recht häufig zu bekommen, aber oft auch ziemlich teuer und schnell verbraucht. Oder sie sind einfach so trocken/klebrig/krümelig dass sie mir einfach nicht schmecken. Von Jule habe ich einige Rezepte bekommen, darunter ein Zucchinibrot. Das klang ziemlich gut und ich wollte es unbedingt ausprobieren.
Hier findet ihr das Rezept. Ich habe allerdings die gemahlenen Mandeln durch Hirseflocken ersetzt und statt Kokosöl einfaches Sonnenblumenöl genommen. Insgesamt hat es sehr gut funktioniert und es schmeckt wirklich lecker.
Mein bester Freund hat ebenfalls von meiner Ernährungsumstellung erfahren und ich habe Donnerstag überraschenderweise ein Päckchen erhalten. Ich hab mich soooo gefreut, dass er an mich gedacht hat. In dem Päckchen waren glutenfreie Lebensmittel für ein kleines Menü. Alles beschriftet bzw das glutenfrei umkringelt. Er ist echt der beste. ^^


Tomaten, Sardinen, Sauerkraut, Brezeln, ein Riegel, Erdnüsse, Wodka -
was will man mehr!
der beigelegte Menüvorschlag

Gerade bei der anstrengenden Woche hat mir das echt den Tag versüßt. Ich hab wirklich tolle Freunde :)

Sonntag, 22. Januar 2017

Please don't be another foodblogger?!

Vor gut einer Woche habe ich meine Ernährung komplett umgestellt. Strikt glutenfrei heißt es nun. Das ist gerade am Anfang gar nicht so einfach.
Das Internet ist zum Glück voll mit Rezeptideen und Tipps. Auch von Jule habe ich bereits eine tolle Zusammenstellung von leckeren Rezepten bekommen. In der letzten Woche haben mein Freund und ich verschiedene Supermärkte und Bioläden abgeklappert, um das örtliche Angebot in Augenschein zu nehmen.
Die ersten Tage waren wirklich doof. Ich hatte ständig Hunger, das Essen war ok, hat aber nicht wirklich glücklich gemacht. Ein paar mal lag ich mit knurrendem Magen im Bett, obwohl ich den Tag über eigentlich die ganze Zeit gegessen hatte.
Mittlerweile wird es besser. Ich habe einen Spiralschneider bestellt, mit dem sich tolle Gemüsenudeln herstellen lassen. Mein Freund und ich haben ein paar Mal lecker gekocht gegen Ende der Woche.
Am Freitag habe ich mich dann auch ans Backen gewagt. Wir waren gestern mit Freunden verabredet und wollten Nachtisch mitbringen. Im Dezember hatte ich schon zwei Mal für Freunde und Familie Apfel-Blätterteigrosen gebacken. Ob das auch mit glutenfreiem Blätterteig klappt?
Bisher habe ich frischen Blätterteig aus dem Kühlregal verwendet. Glutenfreien zu finden war gar nicht so leicht. Nach vielen erfolglosen Versuchen hat mein Freund TK-Blätterteig von Kaufland mitgebracht.
Der Blätterteig ließ sich nicht so schön verarbeiten wie der frische. Ob das an der TK-Variante oder dem glutenfreien Produkt lag, kann ich nicht abschätzen. Der Teig war ziemlich brüchig, was das Rollen sehr schwierig machte. Geschmacklich war das Ergebis war ok, konnte aber nicht so sehr überzeugen wie die anderen. Vielleicht finde ich noch mal frischen glutenfreien Blätterteig und probiere das nochmal.

normaler Blätterteig mit Äpfeln und Birnen
glutenfreier Blätterteig von Schär mit Nashibirne

Ob sich auch in Zukunft öfter mal Essen hier auf den Blog verirrren wird, weiß ich noch nicht. Meine Kuchen haben ja schon den Weg hier her gefunden. Keine Ahnung ob sich das auch aufs Essen überträgt. Wären meine Erfahrungen mit der Umstellung der Ernährung denn für euch interessant oder eher weniger?

Freitag, 13. Januar 2017

Recycling^2

Weiter geht es mit den Weihnachtsgeschenken 2016. Bei den beiden Projekten handelt es sich um Resteverwertung.
Als erstes wären da die Kissenbezüge, die ich für Franci und für meine Schwester genäht habe. Als ich Maiki im Oktober besucht habe, bin ich mit meiner Nähmaschine angereist um ihre Gardinen zu kürzen. Aus einfachem Kürzen wurde dann senkrecht halbieren, einen schmalen Schal für die Stelle mit den Heizungsrohren, die anderen nur bis zum Fensterbrett...
Nunja, ich war ne Weile beschäftigt. Sie hat weiße und petrolfarbene Schals von Ikea, die waren teilweise alles andere als rechtwinklig zugeschnitten. Die Reste habe ich dann natürlich mitgenommen.
Franci hat in ihrem Wohnzimmer ebenfalls die Farben grau und petrol, genau wie meine Schwester. Bei ihr habe ich auch schon die kleinen 35x35 cm Ikeakissen gesehen, ohne Bezug. Wir haben bei uns graue Gardinen, die ich dann im November endlich mal gekürzt habe. Aus den petrolfarbenen Resten von Maiki und unseren Resten habe ich für die beiden Kissenbezüge genäht. Dabei habe ich für die Voderseite 2x grau und 2x petrol aufeinander gelegt und alle Lagen schräg durchgeschnitten. Die Teile habe ich dann jeweils abwechselnd zusammen genäht und alles so sortiert, dass jeweils ein Bezug gespiegelt ist.
Auf dem grauen bzw dem petrolfarbenen Teil habe ich dann teilweise noch eine Ziernaht gesteppt. Graues Garn hatte ich noch genug, das petrolfarbene hat wirklich auf den cm gereicht (für den Unterfaden habe ich schon einen etwas abweichenden Farbton genommen).

Auf dem grauen bzw dem petrolfarbenen Teil habe ich dann teilweise noch eine Ziernaht gesteppt. Graues Garn hatte ich noch genug, das petrolfarbene hat wirklich auf den cm gereicht (für den Unterfaden habe ich schon einen etwas abweichenden Farbton genommen).

Mein zweites Projekt hatte ich schon vor langer Zeit angefangen vorzubereiten. Bereits 2007 hatte ich schon mal eine Tasche aus leeren Caprisonnen genäht und verschenkt. Irgendwann fing ich wieder an, die Caprisonnen auszuwaschen und aufzuheben. Über etliche Jahre habe ich dann einige angesammelt, unter anderem Sondereditionen mit Minions und Superhelden.
Letztes Jahr war es dann endlich so weit. Die Mädels sollten alle eine Caprisonnentasche von mir bekommen!
Als erstes habe ich alle Verpackungen sortiert um zu sehen, wie viel ich von jeder Sorte hatte. Geplant hatte ich vier Taschen für meine Freundinnen und eine für mich. Pro Tasche benötige ich 21 Packungen. Ich machte mir eine Skizze, wie ich die Motive aufteilen wollte und dann ging es los.
Nach der Arbeit habe ich die einzelnen Seiten, den Boden und den Deckel zusammengenäht. Dafür habe ich die Caprisonnen Stoß auf Stoß aneinander gelegt und mit einem breiten Zickzackstich zusammen genäht. In den Ferien ging es dann weiter mit dem Futter. Es gibt eine kleine Innentasche aus Piratenstoff. Den Deckel habe ich auch mit schwarzer Baumwolle gefüttert. Dabei habe ich die Clips benutzt, die ich von Kathrin zum Geburtstag bekommen habe. Die waren an dieser Stelle wirklich sehr praktisch. Für den verstellbaren Riemen habe ich schwarzes Gurtband benutzt. Geschlossen wird sie mit drei Snaps.


Meine Tasche habe ich noch nicht angefangen (jaja, der Schuster hat die schlechtesten Schuhe...). Da aber Petras Sohn die Taschen auch total gut fand und er auch eine möchte, kann ich dann seine und meine Tasche zusammen nähen.