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Montag, 10. Juli 2017

Leichter als gedacht

Teil meiner Egomanie-Nähabsicht dieses Jahr ist das Fashion Style Projekt. Hier habe ich von meinem Plan berichtet. Im Mai habe ich den ersten Schnitt in Angriff genommen.
Nachdem mein Chalkbag fertig war, war die Chino aus Heft 08/2016. Insgesamt habe ich an vier Tagen an der Hose genäht (durch den Nähkalender kann ich das gut nachvollziehen, eine tolle Sache!).
Tag 1: Schnitt abpausen und Zuschnitt
Tag 2: Taschen und Hosenreißverschluss
Tag 3: Paspeltasche hinten, Seitennähte, Schrittnaht inklusive Anpassungen
Tag 4: Bund, Hosenbeine Blindsaum von Hand

Ich habe einen leichten schwarzen Stoff gewählt, da ich eine luftige Hose für die Arbeit haben wollte. Es hat jetzt wirklich eine Weile gedauert, bis ich Fotos gemacht habe. Ich habe die Hose ständig getragen und sie war schon ein paar Mal in der Waschmaschine
Sie ist wirklich mega bequem und genau das richtige für warme Tage. Als wir über Himmelfahrt in Amsterdam waren, ist sie auch mitgekommen und wurde bei einer Fahrradtour gleich ausgiebig getestet. Die Beweglichkeit ist sehr gut.
Eigentlich zählen Hosen, wie bei vielen anderen, zu meinem nähtechnischen Endgegner. Diese hier war wirklich leichter als gedacht zu nähen. Lediglich bei der Paspeltasche musste ich etwas fummeln, es war auch meine erste und in der Anleitung war die Länge für die Paspelstreifen falsch angegeben. Das Anpassen der Schrittnaht ging auch ganz gut. Durch den weiten Schnitt konnte auch nicht ganz so viel schief gehen. ;)

Freitag, 24. Februar 2017

Karos, Streifen und lange Beine

Weiter geht es mit meiner Nähegotour!
Ich hatte schon erwähnt, dass ich letztes Wochenende - abgesehen von einer kleinen Jackenreparatur - nur für mich genäht habe. Dabei habe ich endlich einen Schnitt vernäht, der schon seit Jahren gewartet hat. Er stammt aus der Burda 12/2007 und eigentlich wollte ich ihn bereits im Juli 2011 vernähen. Damals hatte ich ein Reststück blau karierten Stoff, aus dem eine lange Schlafanzughose werden sollte. Dafür hat der Stoff allerdings nicht gereicht und es wurde letztendlich ein kurzer Zweiteiler.

Jetzt hatte ich meinen grau schwarz gestreiften Jersey hervorgeholt und die lange Hose in Angriff genommen. Das schwierigste nervigste war, dass die Streifen am Ende auch passgenau aufeinander treffen. Bei so etwas bin ich ziemlich pingelig. Ich habe also ca jeden dritten Streifen gesteckt. Zwischendurch meinte ich zu Marie, meine Beine seien zu lang, weil das Abstecken eeeeewig dauert. Ihre Antwort: "Deine Beine gehen bis zum Boden, also haben sie die perfekte Länge."
Bei den zuletzt vorgestellten Röcken habe ich die Säume mit der Coverlock gemacht. Ich habe sie bisher eher selten benutzt, da wir uns noch nicht richtig angefreundet hatten. Bisher hatte ich auch einfach das normale Overlockgarn aufgefädelt, ich hatte noch so viele Konen da. Allerdings war ich mit der letzten Charge nicht so ganz zufrieden. Jule hat die gleiche Coverlock und wir haben uns letztens etwas ausgetauscht. Sie hat mir dann auch Garn empfohlen, welches ich prompt (auch für die Overlock) bestellt habe. Das hat schon mal einen riesigen Unterschied im Nahtbild gemacht! Das Garn ist echt phantastisch. Die Nähte sind superweich, was die Schlafanzughose gleich noch eine Spur bequemer macht.
Natürlich auch noch mal getragen fotografiert, stilecht in gerade aufgewacht Pose ;)

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Tonnenproduktion 1.0

Heute ein Update zum Hosendrama... Noch bleibt es ein Drama, denn mein "Wenns klappt kann ich es tragen Probeteil" wandert in die Tonne. Ich habe zwar am Rand großzügig Nahtzugabe gelassen, damit ich die durch den fehlenden Strech zusätzlich benötigte Weite dazugeben kann, aber großzügig war in diesem Fall nicht genug. Mir fehlt noch EIN Zentimeter, damit ich die Hose tragen könnte!!! Ein mistiger Zentimeter!!! *Haare rauf*
Außerdem muss ich an der hinteren Mittelnaht zum Bund hin noch einiges an Weite rausnehmen. Was mir an der Seite fehlt ist dort zu viel. 
Fazit: Neues Probeteil! Das muss und kann jetzt aber erstmal etwas warten, denn wie es der glückliche Zufall so will, sind zwei neue Hosen in meinen Schrank gewandert! Das verdanke ich Coco, die von einer Bekannten immer wieder aussortierte Sachen bekommt. Coco passen die Sachen nicht, aber mir! 
Bei meinem Heimaturlaub haben wir uns getroffen und ich konnte eine blaue Jeans und eine olivgrüne Cargohose mitnehmen. Sie passen perfekt, nur die Farbe passte mir nicht...
Gestern sind beide Hosen mit zwei Packungen Farbe in die Waschmaschine gewandert. Herausgekommen sind eine schwarze Jeans mit minimalem Blaustich und eine schwarze Cargohose. :D
Wieder nur ein schlechtes Handyfoto... Ich habe zwar meine Kamera aus Wolfsburg mit nach Braunschweig genommen, aber das Ladegerät vergessen -.-

Nichtsdestotrotz wird es so bald wie möglich mit dem Projekt Traumhose weitergehen. Eigentlich ist so eine Hose schnell genäht, man braucht nur einen guten Schnitt.
 

Freitag, 19. Oktober 2012

Der Weg zur Traumhose

Meinem Bauchgefühl und euren Antworten folgend habe ich mich letztendlich doch für ein Probeteil entschieden, aber eines der Modelle "wenn es klappt kann ich es tragen". Mein Probestoff stammt vom Flohmarkt, ich habe einen Ballen mit knapp 10m Stoff für sagenhafte 5 Euro ergattert. Es handelt sich der Brennprobe um Baumwolle mit einem minimalen Polyesteranteil. Der ist allerdings, entgegen der Ausgangsjeans und dem Köper, den ich für meine Hose nehmen möchte, kein Stück elastisch. Nagut, probieren wir es aus.
Nach einem Abend an der Nähmaschine sieht es auch schon nach Hose aus. 
Leider nur ein schlechtes Handyfoto, da ich meine Kamera gerade nicht zur Hand habe...
Die erste Anprobe hat das gezeigt, was ich vermutet habe. Der Strech fehlt! Am Oberschenkel ist es auf den letzten Zentimetern zu knapp. Das muss ich nochmal ändern. ich werde an der Seitennaht bis zum Knie nochmal etwas Weite zugeben. Glücklicherweise habe ich genügend Nahtzugabe gegeben, da wird das kein Problem werden. Ich hoffe dann, dass der Rest passt. Denn erst wenn ich das geändert habe, kann ich nochmal anprobieren und endgültig sehen, ob das was wird oder noch weitere Änderungen anstehen.

Mittwoch, 26. September 2012

Drama!

 Wann ist das denn passiert? Gestern abend habe ich mit Schrecken festgestellt, dass meine Hose ein Loch hat. Generell eigentlich nicht so das Problem, man hat ja eigentlich nicht nur eine Hose im Schrank. Habe ich auch nicht, aber nur drei, die wirklich passen... Jetzt sind es nur noch zwei. Ein Zustand, der sich ändern muss. Zwei Hosen sind einfach zu wenig. 
Nehme ich die jetzt kaputt gegangene auseinander? Oder kürze ich sie für den Sommer? Wenn ja, welchen Schnitt nehme ich dann für eine neue Hose?
Wir erinnern uns, Hose kaufen wurde gestrichen. ;)
Nach hin und her überlegen viel mein Blick auf eine große blaue Ikeatüte unter meinem Nähtisch. Hervorgekramt habe ich eine alte blaugrüne Jeans mit durchgeschubbertem Hintern. Hinten mittig am Bund nur einen Tucken zu weit, das lässt sich doch leicht ändern. Also habe ich zur Schere gegriffen und die Hose zerlegt. Die einzelnen Teile werde ich noch auf Papier übertragen, damit sich der Schnitt gut archivieren und wieder verwenden lässt. 
Nun steht die nächste Frage an: Probeteil ja oder nein? 
Die Jeans hat wirklich gut gepasst. Was meint ihr? Lieber noch mal testen, ob es wirklich passt? Oder gleich mit richtigem Stoff nähen? 
Ich würde dafür den Köper nehmen, aus dem ich auch die Kniebundhose genäht habe. Der ist ebenfalls leicht strechig, wie die Originalhose. An meinen schwarzen Jeansstoff will ich lieber noch nicht ran. 

Sonntag, 15. April 2012

Da ist der Dampf raus...

Heute gibt es von mir einen kleinen Bericht über das letzte Nähcamp von aeon, nyhet und mir. Wir haben viel genäht und getüftelt, viel Spaß gehabt, uns sehr gut unterhalten und lecker gegessen. Es ist mittlerweile schon fast eine Tradition, dass aeon in der Küche steht, egal bei wem wir unser Nähcamp veranstalten. 
Kreatives Chaos darf natürlich nicht fehlen. Wobei es sich dieses Mal wirklich in Grenzen gehalten hat XD
Ich bin wirklich froh, dass ich die für das Steampunk Outfit geplante Kniebundhose in dieser guten Gesellschaft genäht habe. Gerade beim Anpassen war die Hilfe der beiden Gold wert.

Schnitt: Burda 09/2006 Modell 125B
Größe: Laut Maßtabelle hätte ich 36, ich habe aber trotzdem die 34 genommen
Anpassungen: Weite im hinteren Hosenbein rausgenommen
Stoff: mittelschwerer Köper von Stoffkontor, Bund und Kniebündchen aus dem braun-braunen Streifenstoff aus Prag
to do: Knöpfe besorgen
Fazit: total bequem, Änderungen müssen in den Schnitt übertragen werden, kann gern noch mal genäht werden :)
Den Streifenstoff habe ich nicht nur für den Bund und die Gürtelschlaufen, sondern auch für die Taschenbeutel verwendet. Ich mag es lieber, wenn die aus dünnerem Stoff sind. Genäht habe ich die Hose ja hauptsächlich für das Steampunk-Festival Ende April. Die Jacke werde ich nicht mehr schaffen, das musste ich mir schon eingestehen. Doch ich habe Glück im Unglück: Das Festival fällt aus. Der Veranstaltungsort darf nicht genutzt werden. Nun gut, was soll's, trag ich das ganze halt auf dem Mera.
Deshalb wird auch weiter am Outfit geplant, es muss aber nicht auf Teufel komm raus Steampunk werden. Und um den aktuellen Stand schon mal zu begutachen, habe ich mich heute morgen auch mal komplett eingekleidet:
Was ist noch zu tun? Bluse umarbeiten. Die Ärmelsäume etwas lockerer machen, etwas Puff raus. Rückenteil komplett mit Gummiband durchsmoken, da es sonst zu stark unterm Mieder vorbauscht. Erkennt man auf dem mittleren Foto ganz gut. 
Gefühlt ist es wirklich noch nicht fertig, ich denke ich bin auf nem guten Weg, aber vollkommen glücklich bin ich mit dem Ist-Stand eben noch nicht. Da fehlt noch einiges! (Vor allem die Jacke!) 
Und natürlich Accesoires. Einen ersten Schritt habe ich schon gemacht. Ich hab mir nun doch endlich eine Taschenuhr gekauft!
Da Steampunk noch Neuland für mich ist, hat jemand von euch Ideen für das Outfit? Irgendwas für den Kopf/Haare? Stulpen? Gürtel? Ketten?

Donnerstag, 15. September 2011

Hose! Meine erste Hose!

Ich habe mich endlich getraut und eine Hose genäht. Nicht für mich, sondern für eine Freundin. 


Den Schnitt habe ich von einer ihr passenden Hose abgenommen. Als Stoff hat sie sich mit einem Karomuster bedruckte Baumwolle ausgesucht. Damit die Karos an den wichtigen Stellen richtig aufeinandertreffen, habe ich die Linien des Musters beim Übertragen auf den Stoff im Schnittmuster markiert. Das hat dann auch überall sehr gut funktioniert.
Auch seitlich passt das Muster

Mein Label am Saum des Hosenbeins
Hinten läuft das Muster schön ineinander


Beim Nähen habe ich mir eine Burda zur Hand genommen und mich mal mehr und mal weniger an die Anleitung einer Hose gehalten. Vieles erschloss sich von selbst, wenn man die Originalhose in der Hand hatte. Mit dem Reißverschluss bin ich zufrieden, nur der Abschluss hätte da etwas sauberer sein können. Aber es wird ja nicht die letzte Hose gewesen sein, die ich genäht habe. :)