Mittwoch, 31. Oktober 2012

Tonnenproduktion 1.0

Heute ein Update zum Hosendrama... Noch bleibt es ein Drama, denn mein "Wenns klappt kann ich es tragen Probeteil" wandert in die Tonne. Ich habe zwar am Rand großzügig Nahtzugabe gelassen, damit ich die durch den fehlenden Strech zusätzlich benötigte Weite dazugeben kann, aber großzügig war in diesem Fall nicht genug. Mir fehlt noch EIN Zentimeter, damit ich die Hose tragen könnte!!! Ein mistiger Zentimeter!!! *Haare rauf*
Außerdem muss ich an der hinteren Mittelnaht zum Bund hin noch einiges an Weite rausnehmen. Was mir an der Seite fehlt ist dort zu viel. 
Fazit: Neues Probeteil! Das muss und kann jetzt aber erstmal etwas warten, denn wie es der glückliche Zufall so will, sind zwei neue Hosen in meinen Schrank gewandert! Das verdanke ich Coco, die von einer Bekannten immer wieder aussortierte Sachen bekommt. Coco passen die Sachen nicht, aber mir! 
Bei meinem Heimaturlaub haben wir uns getroffen und ich konnte eine blaue Jeans und eine olivgrüne Cargohose mitnehmen. Sie passen perfekt, nur die Farbe passte mir nicht...
Gestern sind beide Hosen mit zwei Packungen Farbe in die Waschmaschine gewandert. Herausgekommen sind eine schwarze Jeans mit minimalem Blaustich und eine schwarze Cargohose. :D
Wieder nur ein schlechtes Handyfoto... Ich habe zwar meine Kamera aus Wolfsburg mit nach Braunschweig genommen, aber das Ladegerät vergessen -.-

Nichtsdestotrotz wird es so bald wie möglich mit dem Projekt Traumhose weitergehen. Eigentlich ist so eine Hose schnell genäht, man braucht nur einen guten Schnitt.
 

Sonntag, 28. Oktober 2012

Beutezug - Brautkleid und anderes

5 Tage war ich in meiner Heimat und da durfte natürlich ein Einkaufsbummel über den Berliner Türkenmarkt nicht fehlen. Ganz oben auf meiner Liste standen Materialien für das Brautkleid.
  • Futterstoff
  • nahtverdeckter Reißverschluss
  • Garn
  • grüne Steine für die Verzierungen
  • grüne Kordel oder Satinband für die Verzierungen
Abgesehen von der Kordel habe ich alles bekommen. Garn und Reißverschluss habe ich bei Hüco gekauft. Bei Karstadt werde ich morgen nach einer Kordel schauen. Dünne Nadeln für die Nähma brauche ich auch noch.
 Auf meiner Einkaufsliste stand außerdem noch Stoff für die Gardinen im Keller meiner Eltern. Auf dem Türkenmarkt habe ich Verdunkelungsstoff in Gelb für unschlagbare 3 Euro pro Meter bekommen. Dazu noch gelber Chiffon für 3,50 Euro pro Meter. Die Farben passen zu den Wandfarben im Keller und der Chiffon bietet guten Sichtschutz bei genügend Tageslichtdurchfall. Der Verdunkelungsstoff kann das Zimmer dann richtig abdunkeln, so dass man dort auch gut schlafen kann. Bisher hat immer das Außenlicht nachts ins Zimmer geschienen, sobald ein Igel auf der Terasse langgelaufen ist.
Für mich sind noch 5m schwarzer Jersey in die Einkaufstüte gewandert. 
Jetzt muss ich nur noch Zeit finden, alle meine Pläne unter die Nähmaschine zu bringen. Da ich in Wolfsburg arbeite und wohne, aber mein Freund in Braunschweig wohnt, ist meine Nähzeit in letzter Zeit immer weniger geworden. Jetzt habe ich aber meine alte Nähmaschine mit nach Braunschweig gebracht und wir haben im Schrank ein Fleckchen für sie gefunden. So kann ich auch am Woschenende hier etwas nähen. Ich werde bestimmte Projekte hier lassen, die ich in Wolfsburg zuschneide. So muss ich nicht immer haufenweise Material mit mir herumschleppen. Das werden auch die Projekte sein, bei denen ich auf meine Overlock verzichten kann. So dürfte es auch hier auf dem Blog wieder häufiger etwas zu sehen geben.

Samstag, 20. Oktober 2012

Hochzeitsglocken die erste

Es geht los! Die Planung für das weiße Kleid ist gestartet. Heute habe ich mich mit Toni getroffen und die weitere Vorgehensweise besprochen. In den letzten Wochen haben Toni, Janina und ich überlegt, viel gechattet und einige Entscheidungen getroffen.
Erstmal ein paar Informationen: Die Hochzeit findet im Juli 2013 statt. Es ist also noch relativ viel Zeit. Mir ist es wichtig, relativ früh zu starten, damit ich am Ende keinen zu großen Zeitdruck habe. Schließlich habe ich nächstes Jahr auch noch meine Abschlussprüfung vor mir. 
Es wird ein Kleid aus Satin und Chiffon, der Brustteil wird mit einer Stickerei verziert und von einer Borte eingerahmt. Vorlage/Inspiration dafür ist dieses Kleid. Erst haben wir überlegt, auch den Rockteil so zu gestalten, aber die Entscheidung ist letztendlich dagegen ausgefallen. Der Rockteil wird bis zur Hüfte relativ Körpernah verlaufen und dann zu ca. 2,50m Saumumfang auslaufen. Generell besteht das Kleid aus Brautsatin und Chiffon und wird mit einem leichten Baumwollstoff gefüttert. Der Chiffon beim Rockteil wird mittig etwas gerafft, sodass vorn noch einige Falten entstehen. 
Über die Träger sind wir uns noch nicht ganz klar geworden. Sie sollen maximal 2,5cm breit sein, aber der genaue Verlauf steht noch nicht fest. auf dem Foto sieht man auch schon die Auswahl der Stoffe und der Borte. Die Farben sind natürlich mal wieder Mist.
Auf dem türkischen Markt in Berlin werde ich nach Chichi und Zubehör schauen. Ich brauche passendes Garn, Nadeln und will schonmal nach Steinchen und Kordeln/Band für die Zierstickerei Ausschau halten. Ich hoffe, ich finde was schönes. :)

Freitag, 19. Oktober 2012

Der Weg zur Traumhose

Meinem Bauchgefühl und euren Antworten folgend habe ich mich letztendlich doch für ein Probeteil entschieden, aber eines der Modelle "wenn es klappt kann ich es tragen". Mein Probestoff stammt vom Flohmarkt, ich habe einen Ballen mit knapp 10m Stoff für sagenhafte 5 Euro ergattert. Es handelt sich der Brennprobe um Baumwolle mit einem minimalen Polyesteranteil. Der ist allerdings, entgegen der Ausgangsjeans und dem Köper, den ich für meine Hose nehmen möchte, kein Stück elastisch. Nagut, probieren wir es aus.
Nach einem Abend an der Nähmaschine sieht es auch schon nach Hose aus. 
Leider nur ein schlechtes Handyfoto, da ich meine Kamera gerade nicht zur Hand habe...
Die erste Anprobe hat das gezeigt, was ich vermutet habe. Der Strech fehlt! Am Oberschenkel ist es auf den letzten Zentimetern zu knapp. Das muss ich nochmal ändern. ich werde an der Seitennaht bis zum Knie nochmal etwas Weite zugeben. Glücklicherweise habe ich genügend Nahtzugabe gegeben, da wird das kein Problem werden. Ich hoffe dann, dass der Rest passt. Denn erst wenn ich das geändert habe, kann ich nochmal anprobieren und endgültig sehen, ob das was wird oder noch weitere Änderungen anstehen.

Mittwoch, 26. September 2012

Drama!

 Wann ist das denn passiert? Gestern abend habe ich mit Schrecken festgestellt, dass meine Hose ein Loch hat. Generell eigentlich nicht so das Problem, man hat ja eigentlich nicht nur eine Hose im Schrank. Habe ich auch nicht, aber nur drei, die wirklich passen... Jetzt sind es nur noch zwei. Ein Zustand, der sich ändern muss. Zwei Hosen sind einfach zu wenig. 
Nehme ich die jetzt kaputt gegangene auseinander? Oder kürze ich sie für den Sommer? Wenn ja, welchen Schnitt nehme ich dann für eine neue Hose?
Wir erinnern uns, Hose kaufen wurde gestrichen. ;)
Nach hin und her überlegen viel mein Blick auf eine große blaue Ikeatüte unter meinem Nähtisch. Hervorgekramt habe ich eine alte blaugrüne Jeans mit durchgeschubbertem Hintern. Hinten mittig am Bund nur einen Tucken zu weit, das lässt sich doch leicht ändern. Also habe ich zur Schere gegriffen und die Hose zerlegt. Die einzelnen Teile werde ich noch auf Papier übertragen, damit sich der Schnitt gut archivieren und wieder verwenden lässt. 
Nun steht die nächste Frage an: Probeteil ja oder nein? 
Die Jeans hat wirklich gut gepasst. Was meint ihr? Lieber noch mal testen, ob es wirklich passt? Oder gleich mit richtigem Stoff nähen? 
Ich würde dafür den Köper nehmen, aus dem ich auch die Kniebundhose genäht habe. Der ist ebenfalls leicht strechig, wie die Originalhose. An meinen schwarzen Jeansstoff will ich lieber noch nicht ran. 

Sonntag, 23. September 2012

Nicht Norm-konform

Achtung, es kommt meine unverblümte Ansicht über Mode, Konfektionsgrößen und Design-Desaster. Wer gern shoppen geht und wem die Sachen passen, für den freue ich mich und dem möchte ich den Spaß daran nicht verderben!
Am Freitag habe ich etwas getan, was ich schon ewig nicht mehr gemacht habe: Ich war shoppen. Dabei ging es nicht um Stoffe, sondern um fertige Kleidung. Wenn ich die Kleidungsstücke zusammen zähle, die ich in den letzten 3 Jahren so gekauft habe, handelt es sich hauptsächlich um Socken, Unterwäsche, Strumpfhosen, genau 2 Pullover, vllt 3 schlichte Tops, eine Hose und einen Blazer. Verglichen mit anderen ist das wirklich wenig. Das es dafür einen Grund gibt, habe ich Freitag wieder gemerkt. Mein Körper passt absolut nicht zu den Konfektionsgrößen, geschweige denn zur aktuellen Mode.
Zum Geburtstag habe ich einen 15 Euro Gutschein für eine der unzähligen Modeketten bekommen. Mit nur 85 Cent Zuzahlung konnte ich drei Teile mit nach Hause nehmen: ein Bolerojäckchen, dessen Ärmel keinen Millimeter hätten kürzer sein dürfen, ein Top aus dem Ausverkauf für 2,95€ und ein Tubekleid, dass ich mir noch enger nähen muss...
Kleid und Top werde ich bestimmt noch mit Stoffmalfarbe bearbeiten. Oder mit Bleiche, das wollte ich eh schon länger mal ausprobieren. 

Natürlich habe ich noch ein paar Klamotten anprobiert, aber das endete meistens in Frustration. Eigentlich wollte ich mir nämlich eine Hose kaufen... eigentlich...
Eine nicht rutschende Hose muss für meinen Körper Größe 34 oder 32 haben. 34 findet man sogar öfter mal, habe ich auch in zwei Läden drei verschiedene anprobiert. Aber anscheinend ist nur meine Hüfte auf Größe 34 ausgelegt. Positiv ist, dass die Hosen länger geworden sind. Ich muss mit meinen 1,75m Körpergröße nicht, wie noch zu Schulzeiten permanent mit Hochwasserhosen rumlaufen. Aber der Trend zu Skinny und Slim Fit hat mit sich gebracht, dass meine Waden und auch meine Oberschenkel für diese Hosen zu dick (!) sind. Da ist es doch kein Wunder, dass den Menschen ein falsches Selbstbild vermittelt wird... Abgesehen davon fühle ich mich in diesen Hosen, wenn ich nicht gerade Stiefel drüber trage, mit Turnschuhen in Größe 40/41wie der Storch im Salatbeet.
Das Projekt "Hose kaufen" wurde also at acta gelegt, dafür gewann das Projekt "Hose nähen" an Dringlichkeit. 

Nun gut, probieren wir es noch mit einer neuen Lederjacke. Jacken sind ja auch sone Sache. Schmaler, langer Oberkörper mit langen Armen... Ich griff die erstbeste Jacke in Größe 34 und verschwand vor den Spiegel. Auch hier waren die Ärmel gerade lang genug, dafür war der Rest designtechnisch ne glatte 6. Lederjacken mit schrägem Reißverschluss stehen gerade auch ganz weit oben, hatte diese natürlich auch. Dazu aber auch noch eine doppelte Knopfreihe wie bei einem Mantel, und einen Gürtel auf Taillenhöhe, wie bei einem Mantel... Der Kragen war natürlich auch ein weiter Reverskragen. Zusammen mit den Zier-Reißverschlüssen daneben wirkte das ganze also wie ein zu kurz geratener Ledermantel mit schrägem Reißverschluss in den alle Stilelemente gepackt wurden, die gerade modern sind. 

Auch habe ich auf dieser streckenweise doch recht amüsanten Shoppingtour gelernt, dass man Totenkopf- und Leoprints kombinieren kann und dass ich bald mit meinen alten Schlafanzughosen auf die Straße gehen kann. Teilweise genügt es auch, sich ein Stück Jersey um den Körper zu schmeißen, irgendwo zusammen zu raffen und schon ist man angezogen. Raffungen sind überhaupt ein ganz großes Muss, an Ärmeln, im Dekolleté, an der Seite, schräg übers Shirt... 
 Generell hat mich ein Streifzug durch die Geschäfte wieder sehr zum Nachdenken über Mode, Massenproduktion, den Wert von Kleidung und unsere Gesellschaft angeregt. Ich bin froh, dass ich mittlerweile fast jedes Teil selbst nähen kann, auch wenn mir meist die Zeit dafür fehlt.

Donnerstag, 20. September 2012

Ottobre für Oktober

Fertig! Eben habe ich das gestern begonnene Longsleeve aus der Ottobre fertig gestellt. Den Ausschnitt habe ich nicht mit Jerseyschrägband verarbeitet, ich habe einfach Falzgummi genommen. Die Säume habe ich erst mit der Overlock versäubert, knapp 2cm nach innen gebügelt und mit dem Dreifach-Geradstich festgesteppt. Wenn ich mehr Ruhe habe, werde ich mich auch noch mal intensiv mit der Flatlocknaht auseinandersetzen. Meine ersten Versuche sind gescheitert...

Der Schnitt gefällt mir sehr gut. Ideal um im Herbst/Winter noch einen Pulli oder eine Strickjacke drüber zu tragen. Besonders angetan haben es mir die langen Ärmel. Ich habe *immer* kalte Hände, so dass ich entweder Stulpen trage oder die Ärmel länger ziehe. Bei diesem Schnitt waren die Ärmel schon lang genug, das habe ich selten. Auch die generelle Länge des Shirts finde ich gut. Auch wenn ich in die Hocke gehe reicht es bis auf den Hintern. 
Ein paar cm mehr und ich hätte es als Kleid tragen können. Mit einem anderen Ausschnitt könnte ich mir das auch schön vorstellen, ohne das Geraffel, ein kurzes Kleid mit langen Ärmeln... *auf die Liste setz*