Dienstag, 25. Oktober 2016

Maxime der Buchlinge

Lesen 
ist eine 
intelligente Methode
sich selber das
Denken zu ersparen.

Das ist der Spruch, den Marie auf ihren Buchbeutel haben wollte. Wir erinnern uns, ich habe ihr zum Geburtstag einen Buchbeutel genäht, bei dem noch der Aufdruck fehlte. Das hatte ich damals nicht geschafft.
Die Motive hatte ich passend für den Beutel vergrößert und mit Kopierpapier und Häkelnadel übertragen. Dann ging es ans Malen. Eine Schablone wäre bei den Motiven nicht möglich gewesen. Die Vorderseite habe ich bunt gestaltet, die Rückseite nur mit weißer Stoffmalfarbe gemalt.

Als ich mit der Vorderseite fertig war, habe ich Marie ein Foto geschickt. Sie meinte dann, jetzt bräuchte sie eine Schutzhülle für den Buchbeutel.

Montag, 17. Oktober 2016

Farbästhetik

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die dann doch mehr Zeit in Anspruch nehmen als gedacht. Für die Schule wollte ich in den Herbstferien Filzkörbe für die Gruppentische nähen. Das geht eigentlich recht schnell.
Quadrat ausschneiden, 10cm von der Ecke entfernt senkrecht eine 10cm lange Linie aufzeichnen, an der Ecke zusammenfalten, die Naht nähen, die überstehende Ecke abschneiden und fertig.
Allerdings war mein Filz ziemlich dick. Das hat mich einige Nadeln gekostet, denn beim rückwärtsnähen hat sich die Nadel schnell verbogen und ist an der Stichplatte hängen geblieben. Mir sind so um die 6 Nadeln abgebrochen :/
Nichtsdestotrotz habe ich die Körbchen fertig genäht. So schön sortiert gibt das ein ansehnliches Bild ab wie ich finde. Das hat mich dann auch wieder über die gebrochenen Nadeln hinweg getröstet. *lach*

Freitag, 14. Oktober 2016

O'zapft is!

Eigentlich bin ich überhaupt kein Freund von Oktoberfest, Wiesn, Dirndl und Co.
Eigentlich...
Nun haben Thomas und Esther ihre Geburtstage gefeiert. Motto: Bayerischer Abend. Schnell kündigten die ersten an in Tracht zu kommen und ich hatte kein Dirndl im Schrank. Was tun?
Mit Marie und Girelli habe ich schnell einige Sachen bestellt, gemeinsam haben wir dann die Sachen anprobiert. Dabei stellte sich heraus, dass mir ein Dirndl so gar nicht steht und auch nicht passt. Marie entschied sich für ein Dirndl, das ich mit bestellt hatte. Girelli hatte eine Lederhose und ich habe nochmal bestellt. Dieses mal einen Rock, das passt auch besser zu mir.
Bei der Party habe ich allerdings vergessen ein Foto zu machen, daher habe ich das Outfit nochmal so zusammengelegt. Die braune Bluse und das Mieder hatte ich schon vor einiger Zeit genäht. Dazu gab es noch eine schwarze Strumpfhose und Stiefeletten.

Einen passenden Kuchen habe ich auch für die Party gebacken. Einfacher Selterkuchen in zwei verschiedenen Größen für eine zweistöckige Torte.

Sonntag, 2. Oktober 2016

Back to the 80s

Am Wochenende haben wir eine kleine Zeitreise gemacht. Mein erstes Steel Panther Konzert in Berlin. Esther hatte verkündet, dass sie dieses Mal mehr Kajal tragen will als die Männer dort. Natürlich sind Marie und ich auf den fahrenden Zug aufgesprungen unter dem Motto "Da geht noch was!"
Ich wollte unbedingt eine geile Leggins haben, am liebsten mit Galaxy Print. Amazon war mein Freund und hat mir noch etwas viel besseres als Galaxy geboten. Wer kann schon einem Einhorn und einem Roboter-T-Rex mit Laseraugen unterm Regenbogen widerstehen?
Wie wir nun mal so sind, wurde daraus ein Partnerlook kreeirt. Am Freitag haben Marie und ich Läden betreten, in die wir normalerweise nicht rein gehen. Ziel war noch ein glitzerndes Oberteil. Wir wurden fündig und haben am Samstag noch ein paar Accessoires geshoppt. Beim gemeinsamen Styling wurde mit Haarspray und Glitzerlidschatten nicht gespart. Kurzzeitig fühlten wir uns overdressed. Nunja...

Als wir vor der Konzerthalle ankamen, fühlten wir uns nicht mehr overdressed. Leggins und dauergewelltes, langes Haar bedeutete nicht unbedingt, dass es sich um eine Frau handelte, die dort in der Schlange stand. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Bandanas, Leggins und lange Haare auf einmal gesehen. Die Muster der Spandexbeinkleider reichte von Leopard über Tiger und Zebra bis hin zu Pailetten. Beim Späti gegenüber der Konzerthalle haben wir dann noch zwei getroffen, die das gleiche Motiv wie Marie und ich hatten. Natürlich zwei Kerle. Leider haben wir da vergessen, ein Gruppenfoto zu machen. Aber später sollte sich noch einmal die Gelegenheit dafür bieten, als wir einen weiteren Kerl mit Einhorn und Roboter-T-Rex entdeckten. Das haben wir dann auch für die Ewigkeit festgehalten.

Die Vorband hat uns auch gut gefallen. Insgesamt war das Konzert echt gut. Wir hatten jede Menge Spaß, die Musik war super, genau wie das Spektakel auf der Bühne. Dort wehten die Haare, zwischendurch legte auch der Gitarrist Haarspray und Makeup nach. Beendet wurde das Konzert mit vielen, vielen Frauen auf der Bühne.

Fazit fürs nächste Mal: Gerne wieder! Und fürs Outfit: Da geht noch mehr! ;)

Sonntag, 11. September 2016

An eagle - Ein Igel?

Im Sommer hatten zwei Kolleginnen, die ebenfalls nähen, Geburtstag. Gern verschenke ich nützliche Kleinigkeiten und so entstanden erneut zwei Nadeligel. Die Teile sind zwar immer sehr fitzelig, aber das Ergebnis ist sehr niedlich und dazu auch noch recht praktisch.

Der eine wurde mit laktosefreier Schokolade überreicht. Nummer zwei war Teil eines Geschenks von mehreren Kollegen und kam mit allerhand Nähzubehör daher.
Zum Titel hat mich übrigens ein Poetry Slam inspiriert, den ich schon vor etlichen Jahren auf Youtube gesehen habe. Ein Text, der die Wahrheit spricht ;)

Samstag, 20. August 2016

Auf hoher See

Nach gefühlten Ewigkeiten machen meine Eltern endlich mal wieder Urlaub. So richtig. Eine kleine Kreuzfahrt die Ostseeküste entlang. Als ich im Juli zu Besuch war, habe ich mit meiner Mama die Ausstellung "Uni-Form? Körper, Mode und Arbeit nach Maß" in Potsdam besucht. Die Ausstellung war zwar relativ klein, aber interessant. Anschließend haben wir sehr lecker gegessen und sind dann noch etwas shoppen gegangen. Meine Mama suchte einen Rock und ein paar Shirts. Wir fanden zwar die Shirts und auch ein sehr schönes Kleid, aber der Rock stellte sich doch als problematisch heraus. Schließlich gab es dann doch einen, der ihr ganz gut gefiel. Ein relativ schlichter, gemustertet Jerseyrock. Der Schnitt ähnelte sehr meinem Katzenrock oder dem lilagestreiften Rock. Allerdings hat ihr der Blick auf das Preisschild dann doch die Sprache verschlagen und er blieb im Laden.
Natürlich habe ich den Entschluss gefasst, meine Mama nicht ohne einen Rock auf die Kreuzfahrt zu lassen. Also habe ich ihre Maße genommen und mich zurück in Braunschweig im Karstadt auf Stoffsuche begeben. Gefunden habe ich vier Jerseys, verarbeitet sind davon erstmal zwei.

Beide Rücke habe ich in einem Päckchen losgeschickt. Leider scheint der Zustellung von Paketen momentan in Teltow etwas schwierig zu sein. Beim Telefonat mit meinen Eltern einige Tage später, habe ich mich gewundert, warum sie nichts erwähnt haben. Erst durch die Sendungsverfolgung fanden wir heraus, dass das Päckchen seit 3 Tagen in einer Filiale liegt. Eine Benachrichtigung hatten sie nicht bekommen. Nunja, am nächsten Tag haben meine Eltern das Päckchen geholt und Mama konnt endlich die Röcke anprobieren. Zum Glück passen sie und die Länge stimmt. Über die Distanz werde ich doch immer sehr unsicher...

Mittwoch, 27. Juli 2016

mein neues Lieblingstop

Nach einem tollen Urlaub mit meiner Schwester und einer Geburtstagsüberraschung, von der ich wirklich absolut nichts geahnt habe, bin ich nun wieder zu Hause und der Alltag geht weiter. Mein Freund zieht gerade Stück für Stück bei mir ein, sodass ich neben dem Kram für die Arbeit viel am Räumen bin. Trotzdem gibt es noch etwas zu zeigen, was ich vor kurzem genäht habe.
Marie hat mir beim Stoffkatalogisieren geholfen und einen tollen Stoff gefunden, aus dem sie gerne was genäht hätte. Allerdings hatte ich nur 1m Stoff und ursprünglich eine Sweaterjacke oder ein Kleid geplant. Das würde nicht für uns beide reichen. Nun habe ich aber ein Sporttop mit einem interessanten Schnitt. Das würde aus dem Stoff bestimmt auch toll wirken. Da es Marie auch passt, habe ich mich zwei Tage vor dem Festival an die Arbeit gemacht.
Das Rückenteil wird zwei mal zugeschnitten, der obere Teil ist am Ende gedoppelt. Da habe ich dann auch etwas gestückelt, weil die Teile nicht auf den Stoff gepasst hätten.
Nachdem ich die Seitennähte geschlossen hatte, sah es wirklich etwas lustig aus.
Den unteren Saum habe ich dann mit Falzgummi eingefasst. Das wollte ich an den Hals- und Armausschnitten eigentlich auch machen. Allerdings sah es nur so mit der Overlocknaht auch ganz gut aus. Deshalb habe ich erstmal abgewartet, bis Marie am nächsten Tag bei mir ist.

Marie fand es nur mit der Naht auch gut. Daher habe ich das so gelassen und nur noch die Schulternähte geschlossen. Eigentlich eine Arbeit von wenigen Minuten. Natürlich hatte meine Overlock gerade dann ihre Divenphase und ich habe erst mal einiges an Zeit aufbringen müssen, um an ihr herumzudoktern. Nach mehrmaligem Saubermachen, Messer wechseln, neu Einfädeln und Messer neu einstellen hat dann endlich wieder alles funktioniert und die Tops waren fertig.

An der Puppe sitzt es natürlich etwas strammer. Bei Marie und mir fällt es schön locker. Auf dem Festival und auch im Urlaub habe ich es bei der Hitze total gerne getragen. Es ist wirklich sehr angenehm luftig.